Berlin (ots) - "Wenn die Richtung nicht stimmt, folgt ein Irrsinn dem
nächsten. Nur um Griechenland im Euro zu halten, soll der Regierung in
Athen jetzt die Hoheit über den staatlichen Immobilienbesitz entzogen
werden. Früher nannte man so etwas ein Protektorat", so kommentiert
Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher der Alternative für
Deutschland, die jüngsten Überlegungen der Experten des europäischen
Rettungsfonds ESM, privatisierungsfähige griechische Grundstücke in eine
Holding in Luxemburg auszulagern.
Seit der Entkolonialisierung
sei die Errichtung von Protektoraten eigentlich nicht mehr salonfähig.
Weil jeder wisse, dass Griechenland keine Chance hat, die Auflagen der
Troika zu erfüllen, werde nun überlegt, wie den Griechen die letzten
Reste ihrer Souveränität genommen werden könnten. "Kein Währungsverbund
ist eine solche Entmündigung wert", so Gauland weiter. "Griechenland
sollte den Euro verlassen, wenn es die Hoheit über seine Geschicke
zurück erlangen will. Deutschland hingegen sollte sich nicht an der
Entmündigung eines ganzen Volkes beteiligen."
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